Wundmanagement

Biochirurgie

 

Bei dieser Wundbehandlung handelt sich um die sogenannte Maden (Lucillia sericata) Therapie. Es werden desinfizierte Maden, die in Speziallaboren gezüchtet werden, eingesetzt, um chronische Wunden von nekrotischen (abgestorbenen) Gewebe und Bakterienbefall zu befreien.

Ihre Vorteile ergeben sich aus der Tatsache, dass die Maden sogar die Antibiotikaresistente Keime vernichten aber auch Nekrose sowie Fibrin-Beläge beseitigen.

Der von uns angelegte Verband mit den Maden wird nach spätestens 72 Stunden von uns entfernt und entsorgt.

Repuls 7

 

Die Therapie mit Repuls 7 stellt eine wertvolle additive Zusatzbehandlung in Rahmen einer ganzheitlichen Wundtherapie dar. Die Terapie findet bei den Patienten eine hohe Akzeptanz, da es rasch zu einer schmerzlindernden Wirkung kommt.

Repuls 7 bedient sich modernster LED-  Technologie und stellt daher nicht invasiv, nicht thermisch und Nebenwirkungsfrei eine völlig neue Therapieform dar. Die Therapie basiert auf 9 Jahre Forschung an der technischen Universität Wien sowie  laufenden weiteren Forschungen am Ludwig-Bolzmann- Institut für experimentelle und klinische Traumatologie basiert.

Licht unterschiedlicher Wellenlänge wird seit über 40 Jahren in klinischen Ansätzen angewandt. Im Besonderen sind die Förderung der Wundheilung und die Verbesserung der Durchblutung von großem Interesse. In diesem Zusammenhang konnte in Studien gezeigt werden, dass die für die Wundheilung wichtigen Bindegewebszellen mittels Repuls zu erhöhten Wachstum angeregt werden können.

Bei chronischen Haut-Weichteildefekten wird die Wundheilung massiv verzögert und erschwert. Dazu kommen nicht selten noch Keimbesiedelungen und Infektionen, sowie Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Durchblutungsstörungen. Hier hat sich die Optimierung der Wundheilung durch Repuls 7 als äußert zweckmäßig herausgestellt. Im Übrigen auch bei der Verbesserung der Narbensituation.

Der Einsatz von Repuls 7 kommt bei folgenden Indikationen zur Anwendung:

  • Chronische Wunden (Ulcera, Dekubitus, diabetischer Fuß )
  • Hautentzündungen (Dermatitis, Ekzeme etc.)
  • Hautausschläge (atopische Dermatitis)
  • Akne Vulgaris, Psoriasis
  • Herpes Zoster
  • Pruritus
  • Neuralgien
  • Fibrosen
  • Postoperative Behandlung: Regeneration des Gewebes wird beschleunigt

Repuls 7

Fotodokumentation

 

Vor der ersten Wundbehandlung wird eine Wundanamnese durchgeführt um rausfinden zu können, welche Ursache zu der Wundheilungsstörung bzw Entstehung der Wunde zu berücksichtigen sind.

Anschließend wird die Wunde gemessen nach der Länge und Breite sowie fotografiert.
Diesen Vorrang wird vor jeden neuen Verbandwechsel wiederholt um die Wundheilungstendenz zu dokumentieren.

Kompressionstherapie

 

Unter der Kompressionstherapie versteht man Anlegen eines elastischen Verbandes an den Unterschenkeln. Man unterscheidet verschiedene Techniken (Pütter, Fischer, Kornährenverband), je nach Indikation.

Die Kompressionstherapie wirkt einengend auf die suprafaszialen Venen um die Klappenfunktion wiederherzustellen, hilft  den Gewebedruck zu steigern um die höhere Resorption der Gewebeflüssigkeit in die Lymphgefäße zu transportieren.

Diese Therapie eignet sich unter anderem bei Thrombosen, venösen Ulcus Cruris, Ödemen.

Kontraindiziert ist sie bei: PAVK; Herzinsuffizienz, fortgeschrittener Polyneuropathie.

 

Unterdrucktherapie

 

Ist eine nicht invasive, jedoch hoch effiziente Therapie in der Wundbehandlung.

Es sind schon mehrere Anbieter auf dem Mark, aber das Grundprinzip bleibt immer gleich.

Durch Anbringen eines speziellen Schaumstoffes oder Verbandes direkt auf die Wunde und anschließender Abdeckung mittels durchsichtigen Folie wird der Verband mit einer Schlauchableitung angelegt.  Der Verband ist mit einem Auffangbehälter für das Wundexudat und dem computergesteuerten Vakuum- Therapie Gerät verbunden.

Der Verband verbleibt je nach Anbieter zwischen 72 Stunden bis zu einer Woche auf der Wunde. Da das Gerät klein und mobil ist, in einer kleinen Tasche verpackt ist, können Sie es sofort mitnehmen und die Therapie beginnt.

Die Gerätkosten werden fast immer von der Krankenkasse übernommen.

Selbstverständlich kümmern wir uns  um die Bewilligung.

 

 

Ultraschall assoziierte Wundbehandlung

 

Für das Entfernen des nekrotischen, beschädigten und/oder infizierten Gewebes auf Wunden stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung, u.a.:

  • Kürettage
  • Wasserstrahl-Spülung
  • Ultraschall-Assistiertes Wunddebridement (UAW)

 

Wir in unserer Praxis verwenden das Ultraschall-Assistierte Wundreinigungs-Gerät (UAW) von Söring GmbH.

Vorteil ultraschallassistierte Wundbehandlung ist eine selektive Wirkweise und effizientes Debridement.

Diese Methode beruht hauptsächlich auf dem Kavitationseffekt, der durch niederfrequenten Ultraschall erzeugt wird. Dabei unterscheidet der Ultraschall zwischen nekrotischem und gesundem Gewebe.

Nekrosen, beschädigtes Gewebe und selbst Biofilmformationen werden entfernt, ohne das gesunde Gewebe anzugreifen.

Diese selektive Vorgehensweise bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Rückführung der Wunde in ein akutes Stadium und damit Anregung/Förderung der Granulation
  • Bereits bestehendes Granulationsgewebe bleibt erhalten
  • Avitales Gewebe wird abgelöst und ausgeschwemmt
  • Signifikante Reduktion von Keimen, selbst in schwer zugänglichen Biofilmformationen
  • Anwendung auch bei schwer zugänglichen Wundarealen wie FISTELGÄNGEN durch spezielle Handstücke
  • Reduktion des Schmerzempfindens bei den behandelten Patienten
  • Geringer Verbrauch von Analgetika durch schmerzärmere Behandlung
  • Schnellerer Primäerverschluss
  • Kein chirurgischer Angriff erforderlich, da die UAW auch schwer zugängliche Wundtaschen, Fistelgänge etc. erreicht

 

Indikationen für UAW:

-Fistelgänge

-Ulcus Cruris venöser und arterieller Genese

-Diabetisches Fußsyndrom

-Decubitalulcera

-Infizierte Akutwunden

-Verbrennungs-und Verbrühungswunden

-Reinigung septischer Wunden

 

ErnährungsBERATUNG

 

Bei der Wundheilung findet ein aufwendiger Wiederherstellungsprozess statt, der viel Energie und Zellbaumaterial verbraucht. Die Nahrung dient zur Bereitstellung dieser benötigten Ressourcen und ist somit ein wesentlicher Faktor für einen erfolgreichen Heilungsprozess.

So kann der Ernährungszustand bei ungenügender Nährstoffzufuhr die Abheilung negativ beeinflussen und z.B. das Auftreten eines Dekubitalgeschwürs beschleunigen.

In der ersten Phase der Wundheilung, der Reinigungsphase, findet eine katabole (Eiweß-Abbau) Autolyse statt. Das heißt eine Selbstreinigung der Wunde durch Ausschwemmung, Leukozyten, wie Mikrofasern, sind die Hauptakteure beim Abbau von Zelltrümmern, Bakterien, Abfallprodukten und Belägen.

Die zweite Phase, die Proliferations- oder Granulationsphase, wird durch eine anabole (Aufbaustoffwechsel) Stoffwechselumstellung eingeleitet.

Es kommt zur Intensivierung der Eiweißsynthese in den Körperzellen.

Die Muskelkraft wird bei diesem anabolen Eiweiß verstärkt.

Aus den Nährstoffen nimmt der Körper vermehrt Proteine auf, wodurch sich das Hungergefühl steigert.

Die anabole Umstellung des Stoffwechsels ist die Grundvoraussetzung für eine optimale Wundheilung. Daraus wird deutlich, dass dem Organismus während diese Phase eine speziell optimierte Nahrung zugefügt werden muss, um eine Wundheilung zu erreichen und zu fördern.

Erst dann kann die dritte Phase der Wundheilung, die Epithelisierung einsetzen.

Die „Guternährte Wunde“ beginnt sich vom Wundrand her langsam zuzuziehen, also zu Epithelisieren.

Mit Beendigung dieses Prozesses ist die Wundheilung abgeschlossen.

Unsere Ernährungsberaterin steht Ihnen zur Verfügung und berät Sie gerne

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